Apple stellt wohl nächste Woche das iPhone SE 4 vor
Wer ein günstiges, aber leistungsfähiges Smartphone kaufen möchte, sollte sich noch ein paar Tage gedulden, denn mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Apple kommende Woche das iPhone SE 4 vorstellen. Alternativ bringt Google voraussichtlich Mitte März das Pixel 9a auf die Bühne.
Ein neues iPhone SE ist überfällig, das jüngste Modell stammt aus dem März 2022. Einige Zeit wurde sogar gemunkelt, Apple werde die Serie einstellen. Doch in den vergangenen Monaten und Wochen mehrten sich die Leaks und Gerüchte aus zumeist zuverlässigen Quellen, wonach ein Nachfolger noch im ersten Quartal 2025 an den Start gehen soll. Höchstwahrscheinlich sei es kommende Woche so weit, schreibt der sehr gut informierte "Bloomberg"-Autor Mark Gurman, der in der Vergangenheit mit seinen Prognosen meist richtig lag.
Seine Quellen sagen, Apple werde keine große Show für das iPhone SE 4 veranstalten, sondern einfach nur eine Pressemitteilung verschicken und das Gerät auf einer Website vorstellen. Dort soll man es dann auch vorbestellen können, bevor es dann kurze Zeit später noch im Februar verfügbar sein werde.
Face ID statt Touch ID
Eigentlich hätte das SE 4 mehr Aufmerksamkeit verdient, denn es wird allen bisherigen Informationen nach ein großer Schritt für die Serie werden. So soll Apples neues "Billig-iPhone" das erste der Reihe sein, das nicht mehr das veraltete Design mit physischem Home-Button und breiten Displayrändern hat.
Es kann als sicher gelten, dass als Basis des Geräts das iPhone 14 dient. Der Neuling würde demnach einen 6,1 Zoll großen OLED-Bildschirm mit breiter Notch haben. Dort sind unter anderem die Kameras und Sensoren für die Gesichtserkennung (Face ID) untergebracht, die den Fingerabdrucksensor (Touch ID) ablöst.
Einem Gerücht Ende Januar zufolge hätte es sogar noch besser kommen können. Basierend auf einem Post des bekannten Leakers Evan Blass kam vorübergehend die Hoffnung auf, das SE 4 könnte das Dynamic Island haben, das Apple mit dem iPhone 14 Pro (Max) eingeführt hatte. Also eine wesentlich kleinere Aussparung im Display, die zudem vom oberen Rand abgesetzt ist.
Doch sehr wahrscheinlich hat sich der Leaker in diesem Fall verspekuliert. Denn Ross Young kommentierte die Diskussion auf X kurz und knapp mit "Notch ist richtig". Young gilt als führender Analyst der Display-Branche und weiß gewöhnlich gut Bescheid. Unter anderem sagte er korrekt das Dynamic Island für das Standard-iPhone-15 voraus.
A18 für Apple Intelligence
Als sicher gilt, dass das iPhone SE 4 mit dem A18-Chip ausgestattet sein wird, der die aktuellen Standard-16er antreibt. Denn damit wäre es in der Lage, die kommenden Apple-Intelligence-Funktionen auszuführen, die ab April auch in der EU und unter anderem auf Deutsch zur Verfügung stehen sollen.
Wichtig für den Verkauf in der EU ist zudem, dass das SE 4 einen USB-C-Anschluss haben wird, der hier jetzt zwingend vorgeschrieben ist. Deshalb ist das aktuelle SE-Modell bereits aus Apples europäischem Sortiment verschwunden, während es unter anderem in den USA noch zu haben ist. Dort sollen sich laut Gurman aber bereits die Lagerbestände leeren, was ein verräterisches Zeichen dafür sei, dass die Einführung des Nachfolgers kurz bevorstehe.
Nur eine Rück-Kamera
Auf der Rückseite hat das iPhone SE 4 voraussichtlich nicht wie das iPhone 14 eine Doppel-Kamera, sondern ein einzelnes Objektiv. Bilder von Dummys, die Leaker Sonny Dickson (@Sonny Dickson) veröffentlicht hat, bestätigen das. Verschiedenen Gerüchten zufolge löst der Sensor mit 48 Megapixeln (MP) auf, was mehr als bei der Hauptkamera des iPhone 14 ist, die nur 12 MP bietet. Es könnte sich also um den Sensor des iPhone 15 handeln.
Gurman schließt nicht aus, dass Apple die Preise erhöht, erwartet aber eher, dass sie unverändert bleiben. Für Deutschland bedeutete dies, dass das iPhone SE 4 in der einfachsten Konfiguration knapp 520 Euro kosten würde. Deutlich teurer als vergleichbare Einsteiger-Smartphones von Samsung oder Google soll es aber auf keinen Fall werden.
Pixel 9a fordert iPhone SE 4 im März heraus
Das ist insofern interessant, als Google sein "Billig-Gerät" Pixel 9a im März vorstellen soll. Laut "Android Headlines" soll es ab dem 19. März vorbestellbar sein und ab dem 26. März ausgeliefert werden. In den USA soll das Modell mit 128 Gigabyte (GB) Flash-Speicher rund 500, die 256-GB-Variante 600 Dollar kosten.
Interessanter sind hierzulande natürlich die Euro-Preise, und auch die sind möglicherweise schon bekannt. Das französische Magazin "Dealabs" schreibt, das Pixel 9a mit 128 GB werde wie das 8a knapp 550 Euro kosten. Die-256-GB-Variante soll dagegen teurer werden. Statt rund 610 soll sie beim Pixel 9a jetzt rund 650 Euro kosten.
Kantigeres Design, größerer Akku
Diversen Leaks nach wird das Pixel 9a wie die anderen 9er ein kantigeres Design mit flachen Seiten haben und die Kameras auf der Rückseite sitzen in einer pillenförmigen Insel. Sie ist offenbar aber wesentlich schmaler als bei den im vergangenen Sommer veröffentlichten Geräten und ragt deutlich weniger heraus.
Bereits im vergangenen Dezember waren "Android Headlines" offenbar echte Datenblätter des Geräts zugespielt worden. Demnach misst das Pixel 9a 154,7 x 73,3 x 8,9 Millimeter und wiegt knapp 186 Gramm. Sein Display ist rund 6,3 Zoll groß und bietet Bildwiederholfrequenzen bis 120 Hertz.
Dass das 9a wie die aktuellen 9er von Googles Chip Tensor G4 angetrieben wird, kann als gegeben betrachtet werden. Der Akku soll 5100 Milliamperestunden (mAh) fassen - deutlich mehr als die Batterie des 8a, die 4492 mAh bietet.
Auf der Rückseite sitzt eine Hauptkamera, deren Sensor mit 48 Megapixeln (MP) auflöst. Dazu kommt eine Ultraweitwinkel-Kamera mit 13 MP. Die Frontkamera soll die gleiche Auflösung haben.